Mai 2019

Geboren 1947 im Erzgebirge, studierte ANNEROSE SCHULZE

in Schneeberg an der Fachhochschule für Angewandte Kunst im Studiengang TEXTILDESIGN.

In Dresden gründete sie 1983 zusammen mit ambitionierten Kolleginnen die Gruppe TEXTILKUNST im Verband Bildender Künstler der DDR, um die freie, künstlerische Ausdrucksweise im Arbeiten mit textilen, flexiblen Werkstoffen zu stärken. In ihrem Werk entstanden in der Folgezeit Assemblagen, Collagen, Applikationen, Materialmontagen, Objekte und Installationen; parallel zu standortbezogenen baugebundenen Kunstwerken.

   Sie ist Mitbegründerin der DRESDNER SEZESSION 89 e.V..

„... Annerose Schulze zelebriert ein Fest der Sinne in der Materialität ihrer Arbeiten, in denen handgeschöpfte, grobe Papiere aus Pflanzenfasern, Büttenpapiere mit Collagen, geprägten Strukturen und Seidengarnen eine beeindruckende Gesamtheit bilden... ihre Arbeiten sind ein Fest der kontrollierten Sinnlichkeit... sie ist sowohl Strategin, die die Zeichensetzung vorgibt aber auch eine staunende Zauberin..., die die Fläche gern verläßt um Räume in Schwingung mit kunstvoll arrangierten, kinetischen Installationen zu versetzen... „ (Karin Weber)

  „Es ist wohl unbestritten, dass Annerose Schulze den vordersten Reihen der Sächsischen Kunstszene zugeordnet werden kann. Besondere fachliche Anerkennung erfuhr sie im Jahr 2000 mit der Berufung zur Professorin an die Westsächsische Hochschule Zwickau, Fakultät Angewandte Kunst, wo sie bis 2018 lehrte.“ (Karin Gerhadt) Die Ausstellung zeigt Stickerei mit Seide auf tibetischem LOKTA Papier, auf selbst hergestellten Papieren aus Pflanzenfasern, Blindprägungen und überstickte Collagen.

Fritz Peter Schulze ( Jg.1936), studierte an der Fachhochschule Schneeberg, nachdem er als gelernter Zimmermann,10 Jahre diesen Beruf ausgeübt hatte.

Freiberuflich als Holzgestalter, Grafiker und Plastiker ist er in Dresden & Radebeul tätig,

bis 1993 vorwiegend Arbeiten baugebundener Kunst.

„... In mehr als drei Jahrzehnten erarbeitete FP SCHULZE ein sehr eigenständiges Werk, das vor allem Holzskulpturen, stereometrische Reliefs, Japanpapier Collagen und Künstlerbücher umfaßt... in seiner unverwechselbaren Handschrift fand er zu einer genialen, dem Leben zugewandten Verknappung der künstlerischen Mittel, indem er sich auf einen Formenkanon streng reduzierter geometrischer Grundstrukturen konzentrierte... als Poet der puristischen Form... „ ( Karin Weber )

Seine besondere Affinität seit den 60er Jahren in die konkrete Verbindung zu zeitgenössischer Musik stellte sich 1986 her, durch eine über 10 Jahre währende Zusammenarbeit mit der Pianistin/ Cembalistin BETTINA OTTO (Initiatorin) und anderen Kreativen an gemeinsamen intermedialen Projekten. Meditative, der östlichen Lehre verwandte Themen, wie auch die zeitgenössische Musik beschäftigen ihn stetig.

Im Schloß Struppen zeigt SCHULZE eine Auswahl neuester Werke; stereometrische

Objekte zu minimal-serieller Musik und ´kadenzen´ zu Orgelklängen, die den Blick

in die Vierte Dimension (D.4.) eröffnen und dem Kontinuum Raum-Zeit nachspüren

Juni 2019

Christoph Hampel 1957  Geboren in Bernsbach; lebt und arbeitet in Pirna
Diplomsozialarbeiter und Kunsttherapeut im Jugendobjekt – UZ- Pirna
Während seiner Kindheit gibt der Maler Gil Schlesinger die entscheidenden Impulse zu

der bis heute andauernden, intensiven künstlerischen Beschäftigung.
Die Bilder von Christoph Hampel entstehen aus dem Arbeitsalltag mit straffällig gewordenen Jugendlichen. Die nach 10 Jahren geschredderten Akten sowie seine Alltagsskizzen bilden das Material aus denen er die Themen herausarbeitet. Gefühle, menschliche Verhaltensweisen und innere Prozesse verbinden sich in seinen Arbeiten mit dem eigenen Leben. Dabei erlebt er die Vergrößerung der postkartengroßen Skizzen, wie die Entschlüsselung eines Liniencodes.
1998  Kunstprojekt in alter Fabrik - führt zur Auseinandersetzung mit alten Fenstern und
         künstlerischer Gestaltung dieser Bildträger
2001 Initiierung der „Gedenkspur“
         als aktive Erinnerung an die 14751 Euthanasieopfer in Pirna.
2004 Tag der Kunst- Beteiligung an der Straßengalerie und offenes Atelier; es folgen jährliche Teilnahmen

2008 Sprachluft - eine Ausstellung und Performance; in Moritzburg zum Thema Kommunikation
2009 Pirna - aus Alltagsskizzen entstehen Kaltnadelradierungen zur Stadt
2012 Papierprojekt - Aktenvernichtung -

2015 Liniencode.Fenster.Papier  Einzelausstellung Chemnitz

2018 3plus1 – Uniwerk Pirna

August 2018

Änderungen vorbehalten!

HPW/ 21.05.2019

Kontaktieren Sie uns!

Schlossverein Struppen e.V.

Kirchberg 6, 01796 Struppen

Telefon: 035020 75816

Mail: post@schloss-struppen.de

Besuchen Sie uns bei Facebook!